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Was sie sind und worin sie sich von anderen Paneelen unterscheiden
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Was sie sind und worin sie sich von anderen Paneelen unterscheiden

Was ist ein schallabsorbierendes Paneel, worin unterscheidet es sich von schalldämmenden Paneelen, welche Materialien gibt es und wie wählt man das passende Paneel für den jeweiligen Raum aus?

Schallabsorbierende Paneele, Schallschutzpaneele, Akustikpaneele – diese Begriffe werden oft fast synonym verwendet, bezeichnen aber nicht dasselbe.

Wer sich für eine Variante entscheidet, ohne den Unterschied genau zu kennen, riskiert eine Lösung, die das eigentliche Problem des Raums gar nicht behebt. Deshalb ist es sinnvoll, bei den Grundlagen zu beginnen.

In diesem Artikel erklären wir, was ein schallabsorbierendes Paneel ist, worin es sich von anderen Lösungen unterscheidet, welche Materialien zum Einsatz kommen und wie man das passende Paneel je nach Nutzung des Raums auswählt.

Was ist ein Schallabsorber?

Ein Schallabsorber ist ein Element, das einen Teil des auftreffenden Schalls absorbiert, anstatt ihn zu reflektieren. Der Name ist Programm: „Schall“ bezeichnet das Geräusch, und „Absorber“ beschreibt die Funktion – das Aufnehmen dieses Schalls.

Solche Elemente werden an Decken und Wänden angebracht, um den Nachhall zu verringern – also das Fortbestehen von Schall in einem Raum, nachdem die Schallquelle verstummt ist.

Die Wirkung zeigt sich in drei Aspekten: Gesprochenes ist besser verständlich, die störende Hintergrundgeräuschkulisse nimmt ab, und der Aufenthalt in dem Raum ist weniger anstrengend für Personen, die dort viel Zeit verbringen.

Warum es zu Verwechslungen mit anderen Begriffen kommt

Alle diese Produkte haben mit Schall zu tun, zielen jedoch auf unterschiedliche Probleme ab. Daher rührt die Verwirrung.

Schallabsorber: Verbessern den Klang innerhalb eines Raumes. Sie reduzieren Echo und Nachhall.

Schalldämmung: Verhindert, dass Schall von einem Raum in einen anderen gelangt. Dies hängt vor allem von der Masse sowie der Bauweise von Wänden, Böden und Decken ab.

Schallpaneele: Ein allgemeiner Begriff für Elemente, die an Wänden angebracht werden, um die Akustik zu verbessern – sei es in einem Proberaum oder einem Büro.

Ein Schallabsorber verhindert also nicht, dass man den Nachbarn hört. Umgekehrt sorgt eine Wand, die die Schallübertragung hemmt, nicht dafür, dass in einem Besprechungsraum kein Echo entsteht.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel über den Unterschied zwischen Schalldämmung und akustischer Optimierung (Raumakustik). Wenn Sie bei den Grundlagen anfangen möchten: Hier erklären wir, was unter akustischer Optimierung zu verstehen ist.

Was eigentlich gemeint ist, wenn nach „Schalldämmung“ gefragt wird

In der Praxis stecken hinter Anfragen, bei denen der Begriff „Schalldämmung“ fällt, oft Probleme mit dem Nachhall.

Ein Restaurantbetreiber beispielsweise, der nach Schalldämmung fragt, weil es „zu laut“ sei, hat es meist mit Räumlichkeiten zu tun, die harte Oberflächen und hohe Decken aufweisen – kombiniert mit vielen gleichzeitigen Gesprächen. Der Lärm entsteht und staut sich also innerhalb des Gastraums selbst an. Dasselbe gilt für ein Großraumbüro, in dem Telefonate von einem Ende bis zum anderen zu hören sind, oder für einen verglasten Besprechungsraum, in dem Videotelefonate mit Echo übertragen werden.

In all diesen Fällen bieten schallabsorbierende Paneele die Lösung. Wenn hingegen die Beschwerde lautet, dass Musik aus dem Nachbarlokal oder Straßenlärm zu hören ist, muss an der Bausubstanz angesetzt werden – Decken- oder Wandpaneele allein reichen hier nicht aus.

Wie Absorption funktioniert

Ein Schallabsorber wandelt einen Teil der Schallenergie in eine minimale Menge Wärme um. Dies geschieht auf zwei Arten, wobei viele Systeme beide Prinzipien kombinieren.

Durch Porosität

Das Material weist eine offene Struktur mit kleinen, miteinander verbundenen Hohlräumen auf. Wenn eine Schallwelle eindringt, reibt die Luft an den Fasern und verliert dabei Energie.

So funktionieren beispielsweise Polyesterfasern, Glaswolle oder technische Gewebe. Je dicker das Paneel ist, desto besser wirkt es im Bereich tiefer Frequenzen.

Durch Resonanz

Dieses Prinzip kommt bei gelochten oder geschlitzten Paneelen zum Einsatz, hinter denen sich ein Luftraum (Hohlraum) befindet. Die Luft in den Öffnungen schwingt bei einer bestimmten Frequenz und baut in diesem Bereich Energie ab.

Auf diese Weise lassen sich Paneele aus Holz oder MDF so abstimmen, dass sie gezielt dort wirken, wo das akustische Problem besteht. Meist ist auf der Rückseite ein Akustikvlies angebracht, das die Absorption zusätzlich unterstützt.

Wie wird gemessen?

Der maßgebliche Referenzwert ist der bewertete Absorptionsgrad, αw, der in einem Bereich von 0 bis 1 liegt. Anhand dieses Wertes werden Produkte in Klassen eingeteilt – von Klasse A (höchste Absorptionsleistung) bis Klasse E.

Dies ist der Wert, auf den man im technischen Datenblatt achten sollte, wenn man verschiedene Paneele miteinander vergleicht. Um zu verstehen, wie sich dies auf den Raum auswirkt, ist es hilfreich, sich mit dem Begriff der Nachhallzeit zu befassen.

Schallabsorbierende Materialien von Ideatec

Das Material bestimmt die Leistungsfähigkeit, die Oberflächenbeschaffenheit und die Art des Raums, für die sich ein Paneel eignet. Hier sind die Produktfamilien, mit denen wir arbeiten:

Recycelte Polyesterfaser (PET)

Dies ist die Basis der Produktfamilie Ideaflow. Das Material ist leicht, lässt sich passgenau zuschneiden und ermöglicht den Einsatz als abgehängte Elemente – etwa in Form von Baffeln, Akustikinseln oder balkenartigen Strukturen.

Zudem zählt es zu den Materialien mit der höchsten Absorptionswirkung. Die Baffeln der Ideaflow-Reihe erreichen einen αw-Wert von 0,95, was der Absorberklasse A entspricht.

Genutete und perforierte MDF-Platten

Die Produktfamilien Ideacustic und Ideaperfo basieren auf genuteten oder perforierten MDF-Platten, die rückseitig mit einem Akustikvlies versehen sind. Sie funktionieren nach dem Resonanzprinzip und sind mit Oberflächen in Holzoptik, Melaminbeschichtung oder Lackierung erhältlich.

Die Leistungsfähigkeit hängt vom jeweiligen Nutmuster ab. So erreicht beispielsweise das Modell „Standard 32“ einen αw-Wert von 0,70 (Klasse C), während „Pro 11“ – mit feineren, aber offeneren Nuten – einen Wert von 0,85 (Klasse B) erzielt.

Holz und Lamellen

Innerhalb der Reihe Ideawood kombiniert „Idealux FL“ MDF-Lamellen mit einer Trägerschicht aus Polyesterfaser. Dies sorgt für eine durchgehende Holzoptik bei einem αw-Wert von 0,95.

Textil

Die Produktfamilie Ideafabric umfasst Paneele mit einem schallabsorbierenden Kern, der mit einem technischen Gewebe bespannt ist. Diese Option bietet die größte farbliche Vielfalt – die Paneele können sich entweder dezent in den Raum einfügen oder als gezieltes dekoratives Element fungieren.

Wie man Schallabsorber je nach Raumnutzung auswählt

Es gibt kein universelles Paneel, das für jeden Zweck geeignet ist. Die Wahl hängt von der Art der Nutzung, dem Raumvolumen und den ästhetischen Anforderungen des Projekts ab.

Büros und Besprechungsräume

In offenen Räumen empfiehlt es sich, die Decke mit abgehängten Elementen – etwa vertikalen Schallabsorbern (Baffles) oder Deckeninseln – zu gestalten und dies in den Arbeitsbereichen durch Wandpaneele zu ergänzen.

In Besprechungsräumen sollte mindestens eine der einander gegenüberliegenden Wände akustisch behandelt werden, um Echos zu vermeiden. Wenn Telefonate in Großraumbüros stören, bieten die Akustikkabinen von Ideazone einen privaten Rückzugsort – ganz ohne bauliche Maßnahmen.

Gastronomie und Hotellerie

Hier ist die Decke meist die wichtigste Fläche: Sie bietet den größten Spielraum und beeinträchtigt die übrige Einrichtung am wenigsten. Zudem sollte auf pflegeleichte Materialien geachtet werden.

Unterrichtsräume, Auditorien und Konferenzsäle

In diesen Räumen steht die Sprachverständlichkeit an erster Stelle. Da in manchen Fällen baurechtliche Vorschriften eine maximale Nachhallzeit festlegen, muss die Materialwahl durch eine entsprechende akustische Berechnung untermauert werden.

Hotels und repräsentative Räume

Wenn die Ästhetik ebenso wichtig ist wie die akustische Leistung, bieten sich geschlitzte Holzpaneele oder Lamellen an. So lässt sich die Akustik nahtlos in das Innendesign integrieren, ohne als rein technischer Fremdkörper aufzufallen.

Zwei Praxisbeispiele

Im Hotel Four Seasons in Johannesburg wurde das System „Standard 32“ installiert, um den Nachhall in den Gemeinschaftsbereichen, Restaurants und Sälen zu verringern. Ziel war es, Schallreflexionen zu kontrollieren und die Kommunikation in den gemeinsam genutzten Räumen zu verbessern – und das bei einem hohen ästhetischen Anspruch, wie er für ein Luxushotel typisch ist.

Im Hauptsitz der Caja Rural in Sevilla kam dasselbe System in einem Bürogebäude mit offenen Arbeitsbereichen, Besprechungsräumen und Verkehrszonen zum Einsatz. Der architektonische Entwurf stammt von „Estudio Baum Arquitectura“, die Ausführung erfolgte durch den Fachbetrieb „Carpintería Alberto Pigner“.

In beiden Fällen erfüllen die Paneele eine Doppelfunktion: Sie absorbieren Schall und sind zugleich ein integraler Bestandteil der visuellen Gestaltung des Raums.

Suchen Sie nach Schallabsorbern für Ihr Projekt?

Bei Ideatec fertigen wir Schallabsorber für Decken und Wände aus recycelten Polyesterfasern, MDF, Holz und Textilien. Jede Lösung wird individuell an den jeweiligen Einsatzzweck, das Raumvolumen und die für das Projekt erforderliche Ausführung angepasst.

Lassen Sie sich von unserem Team beraten – wir helfen Ihnen dabei, das passende Paneel und die ideale Oberfläche für Ihren Raum zu finden.