Holz ist eines der am häufigsten verwendeten Materialien für die akustische Gestaltung von Räumen. Es verleiht Wärme, fügt sich in nahezu jeden Einrichtungsstil ein und absorbiert – bei entsprechender Gestaltung – einen beträchtlichen Teil des Schalls im Raum.
Allerdings funktionieren nicht alle Akustikpaneele aus Holz auf die gleiche Weise. Massivholzleisten, genutete Platten und perforierte Platten können zwar ähnlich aussehen, weisen jedoch sehr unterschiedliche akustische Eigenschaften auf.
In diesem Artikel erläutern wir, welche Arten von Holz-Akustikpaneelen es gibt, wie sie Schall absorbieren, welche Oberflächenausführungen möglich sind und wann sich der Einsatz der jeweiligen Variante empfiehlt.

Was ist ein akustisches Holzpaneel?
Ein akustisches Holzpaneel ist eine Wand- oder Deckenverkleidung, die eine sichtbare Oberfläche aus Holz – oder einer Platte in Holzoptik – mit einem schallabsorbierenden Material oder System kombiniert.
Holz an sich ist ein Material, das Schall stark reflektiert. Was eine Holzverkleidung also zu einem akustischen Paneel macht, ist ihre Gestaltung: Schlitze, Perforationen oder Abstände zwischen den Lamellen sowie der Aufbau dahinter.
Hinter der sichtbaren Oberfläche befinden sich in der Regel ein Akustikvlies, eine Schicht aus Polyesterfasern oder ein Luftraum. Diese Kombination reduziert den Nachhall und verbessert die akustische Verständlichkeit im Raum.
Falls Sie den Unterschied zwischen der akustischen Behandlung eines Raumes (Raumakustik) und der Verhinderung der Schallübertragung in andere Räume (Schallschutz) noch einmal auffrischen möchten: Dies erklären wir in unserem Artikel über den Unterschied zwischen Schallschutz und akustischer Raumgestaltung.
Wie ein Holzpaneel Schall absorbiert
Die Schallabsorption beruht vor allem auf zwei Mechanismen, die bei vielen Holzsystemen miteinander kombiniert werden.
Durch Resonanz
Bei geschlitzten oder perforierten Paneelen wirken die Luft in den Schlitzen sowie der dahinterliegende Luftraum wie ein kleiner Resonator. Diese Anordnung dissipiert Energie in einem bestimmten Frequenzbereich.
Daher ist das Schlitz- oder Lochmuster nicht nur eine ästhetische Frage. Eine Änderung des Abstands zwischen den Schlitzen oder des Durchmessers der Öffnungen beeinflusst auch die Leistungsfähigkeit des Paneels.
Durch Porosität
Wird Holz mit einer Schicht aus Polyesterfasern oder einem Akustikvlies kombiniert, gelangt der Schall, der durch die Öffnungen dringt, in ein poröses Material. Dort verliert er Energie durch Reibung an den Fasern.
Dies ist bei Lamellensystemen mit absorbierendem Hintergrund der Fall; sie erzielen unter den Holzpaneelen in der Regel die höchsten Absorptionswerte.
Wie man zwei Paneele vergleicht
Ein wichtiger Wert im technischen Datenblatt ist der bewertete Schallabsorptionsgrad, αw, der in einem Bereich von 0 bis 1 liegt. Je näher der Wert bei 1 liegt, desto mehr Schall absorbiert das Paneel.
Dieser Wert ist im Zusammenhang mit dem Raumvolumen und der zu behandelnden Fläche zu betrachten. Um zu verstehen, wie sich dies auf das Endergebnis auswirkt, kann es hilfreich sein, sich mit dem Begriff der Nachhallzeit zu befassen.
Arten von Akustikpaneelen aus Holz
Bei Ideatec verarbeiten wir Holz in drei Hauptformaten. Jedes davon ist für eine bestimmte Art von Projekt konzipiert.
Lamellen- und Leistenpaneele
Diese Paneele wirken besonders natürlich, da das Holz als dreidimensionales Element mit Zwischenräumen zwischen den einzelnen Teilen in Erscheinung tritt. Innerhalb der Produktfamilie „Ideawood“ gibt es verschiedene Lösungen dieser Art.
- Idealux FL kombiniert MDF-Leisten mit einer Trägerschicht aus recycelten Polyesterfasern. Das System ist in Modulen von 2400 × 600 mm für Wand und Decke erhältlich und erreicht einen αw-Wert von 0,95 – den höchsten Wert innerhalb der Holzproduktreihe.
- Idealux LR besteht aus Leisten, die durch ein durchgehendes Rundrohr miteinander verbunden sind. Die Zwischenräume können offen bleiben oder – zur akustischen Optimierung – mit einem hinterlegten Akustikvlies aus Polyesterfasern versehen werden. Der αw-Wert liegt bei 0,80.
- Idealux LT verbindet die Leisten über eine rückseitige Querstrebe zu demontierbaren Modulen; zudem sind Ausführungen als revisionsfähige Paneele möglich. Dies ist eine ideale Lösung für Decken, unter denen sich Installationen befinden, die zugänglich bleiben müssen. Der αw-Wert beträgt 0,85.
- Die Slats-Lamellen werden aus Naturholz gefertigt und haben die Abmessungen 2380 × 100 × 22 mm. Sie dienen primär dekorativen Zwecken und weisen einen αw-Wert von 0,40 auf; daher werden sie häufig mit anderen Systemen kombiniert, wenn eine höhere Schallabsorption im Raum erforderlich ist.
Genutete Paneele
Hierbei handelt es sich um MDF-Platten, die auf der Sichtseite mit Nuten versehen sind, während auf der Rückseite ein schwarzes Akustikvlies aufgebracht ist. Sie bieten eine durchgehende, einheitliche Oberfläche und kommen häufig in Auditorien, Konferenzräumen, Restaurants und Büros zum Einsatz.
Innerhalb der Produktfamilie „Ideacustic“ unterscheiden sich die Modelle durch den Abstand der Nuten:
- Standard 32: Nuten im Abstand von 32 mm, αw-Wert 0,70. High 16: Schlitze im Abstand von 16 mm und ein αw-Wert von 0,85; zeichnet sich durch ein stabiles Verhalten über einen breiten Frequenzbereich aus.
- Pro 11: Schlitze im Abstand von 11 mm und ein αw-Wert von 0,85.
- Pro 11 R: Basiert auf dem Modell Pro 11, verfügt jedoch über abgerundete Kanten, was sowohl die Ästhetik als auch die Diffusionswirkung verbessert. Es eignet sich hervorragend für Lackierungen in beliebigen Farben und bietet ebenfalls einen αw-Wert von 0,85.
- Mix: Kombiniert Schlitze mit Abständen von 16 und 32 mm auf einem Paneel; ebenfalls mit einem αw-Wert von 0,85.
Die Ideacustic-Paneele werden aus schwerentflammbarem MDF (Klasse Bs1d0) gefertigt – ein wichtiger Aspekt für Räume mit Publikumsverkehr.

Perforierte Paneele
Bei den Paneelen der Reihe „Ideaperfo“ handelt es sich um MDF-Platten im Format 600 × 600 mm, die auf der Sichtseite mit Perforationen oder Nuten versehen sind. Je nach Entwurf des Projekts lassen sich damit geometrische Muster oder nahezu glatte Oberflächen realisieren.
Die Ausführung „Microacustic“ weist beispielsweise 2 mm große Bohrungen in einem Rasterabstand von 8 mm auf, was für ein sehr dezentes Erscheinungsbild sorgt. Modelle wie „Design“ oder „R32“ hingegen zeichnen sich durch markantere Muster aus. Beim Modell „Design“ lässt sich das Muster des Paneels individuell gestalten.
Dies wurde im Hotel Ribera de Triana in Sevilla umgesetzt: Dort wurde das System „Design“ mit einem Blattmotiv an der Decke installiert. Ziel war es, den akustischen Komfort in den Gemeinschaftsbereichen zu verbessern und die akustische Gestaltung zugleich als Teil der Hoteleinrichtung zu integrieren.

Im Allgemeinen weisen perforierte Elemente moderatere αw-Werte auf als Lamellensysteme mit absorbierendem Hintergrund. Daher kommen sie zum Einsatz, wenn die Ausführung ein hohes Gewicht aufweist oder wenn sie mit anderen behandelten Oberflächen kombiniert werden.
Verfügbare Oberflächenausführungen
Ein Grund, sich für Holz zu entscheiden, ist die Vielfalt der verfügbaren Oberflächen. Bei unseren Paneelen stehen vier Hauptoptionen zur Auswahl:
- Massivholz: Radiata-Kiefer – wahlweise klar lackiert oder gebeizt in den Tönen Nussbaum, Kirschbaum, Eiche, Wenge oder Buche (erhältlich für unsere Lamellensysteme).
- Echtholzfurnier: Ahorn, Kirschbaum, Wenge, Buche oder Eiche auf einer MDF-Trägerplatte.
- Melamin in Holzoptik: unter anderem in den Ausführungen Nussbaum Falla, Eiche Etna, Esche Mystic, Esche Évora, Buche Ribera oder Eiche Lafont.
- Lackierungen: für bestimmte genutete Modelle in allen Farben der RAL-, NCS- oder Pantone-Farbsysteme erhältlich.
Echtholzfurnier und Massivholz sorgen für eine wärmere Ausstrahlung und eine authentische Maserung. Melamin hingegen ist einheitlicher und widerstandsfähiger gegenüber täglicher Beanspruchung – ideal für den Einsatz in Büros, Unterrichtsräumen oder Durchgangsbereichen.
Wenn Sie sehen möchten, wie sich die Wirkung eines Raumes je nach Oberflächenausführung verändert, werfen Sie einen Blick auf unseren Artikel zum Thema Oberflächen – dort stellen wir verschiedene Optionen vor.
Wann man sich für Akustikpaneele aus Holz entscheiden sollte
Holz ist eine ausgezeichnete Wahl, wenn die Oberflächengestaltung ein integraler Bestandteil des Projekts ist und die Akustiklösung nicht als rein technischer Fremdkörper wahrgenommen werden soll. Hier sind die häufigsten Anwendungsbereiche:
Büros und Besprechungsräume
In Büros ermöglichen Lamellendecken mit einer schallabsorbierenden Hinterlegung die Behandlung großer Flächen, ohne dass die wohnliche Wärme des Raums verloren geht. In den Büros der Grupo Romeu im Hafen von Valencia wurde beispielsweise das System *Idealux FL* an den Decken installiert, um den akustischen Komfort in einer geschäftigen Arbeitsumgebung zu verbessern.
In Besprechungsräumen reicht oft schon eine Wandverkleidung mit genuteten Paneelen aus, um Echos bei Videokonferenzen zu reduzieren. Nähere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel über die akustische Gestaltung von Büroräumen.
Auditorien, Theater und Konferenzsäle
In diesen Räumlichkeiten steht die Sprachverständlichkeit an erster Stelle; meist ist hier eine akustische Fachplanung erforderlich. Im Auditorium und Theater von Adeje auf Teneriffa wurden beispielsweise die Systeme *Ideacustic High 16* und *Idealux FL* an Decken und Wänden kombiniert.
Hotellerie und Gastronomie
In Hotels trägt Holz dazu bei, akustische Maßnahmen nahtlos in die Innenarchitektur zu integrieren. Im Hotel Morlans in Palma de Mallorca wurden beispielsweise *Idealux LT* und *Idealux FL* an den Decken verschiedener Bereiche eingesetzt.
In Restaurants ist die Decke meist die wichtigste Fläche für akustische Maßnahmen. Wie wir dabei vorgehen, erfahren Sie in unserem Artikel über die Lärmreduzierung in Restaurants.
Decken mit zugänglichen Installationen
Wenn ein häufiger Zugang zu Klimaanlagen, Beleuchtung oder Verkabelung erforderlich ist, empfiehlt sich der Einsatz demontierbarer Systeme wie *Idealux LT*. Sollte die Decke das Hauptelement Ihres Projekts sein, werfen Sie gerne einen Blick auf unseren Artikel zur akustischen Gestaltung von Deckenflächen.
Was Sie vor der Auswahl beachten sollten
Bevor Sie sich für ein bestimmtes Modell entscheiden, empfehlen wir, folgende Punkte zu prüfen:
- Die Nutzung des Raums und das konkrete Problem: Handelt es sich um Echos, störende Hintergrundgeräusche oder eine mangelhafte Sprachverständlichkeit?
- Die für akustische Maßnahmen verfügbare Fläche an Decken und Wänden – denn die Menge der verbauten Paneele ist ebenso entscheidend wie das gewählte Modell. Der αw-Wert der jeweiligen Option sowie die bei der Prüfung verwendete Montageart.
- Das für den Raum geforderte Brandverhalten.
- Die Instandhaltung und der zu erwartende Verschleiß, insbesondere in Durchgangsbereichen.
Auf Basis dieser Informationen lässt sich beispielsweise eine Lamellendecke mit hoher Absorption mit einer eher dekorativen Wandverkleidung kombinieren, anstatt die gesamte Lösung mit einem einzigen Produkt umzusetzen.

Suchen Sie nach Akustikpaneelen aus Holz für Ihr Projekt?
Bei Ideatec fertigen wir Akustikpaneele aus Holz – als Lamellen-, genutete oder perforierte Ausführung – für Wand und Decke. Sie sind in verschiedenen Oberflächen erhältlich: Massivholz, Echtholzfurnier, Melamin oder lackiert.
Lassen Sie sich von unserem Team beraten – wir helfen Ihnen dabei, das System und die Oberfläche zu finden, die perfekt zu Ihren Räumlichkeiten passen.
